Die Vorsorgeuntersuchung: ein paar Details

 

Beispielhafte Laboruntersuchungen im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung:

  • Blutbild: man erkennt Blutarmut, Entzündungen und Immunschwächen.
  • HbA1c:  spiegelt den Blutzuckerwert der letzten Wochen wieder. Ist er unbemerkt erhöht riskieren Sie Gefäßschäden
  • Leberwerte: eine gesunde Leber ist entscheidend für Entgiftung und Stoffwechsel.
  • Nierenwerte: zeigen wie gut ihre Nieren arbeiten und Sie Schlacke ausscheiden
  • Blutfettwerte: sind entscheidend für Herz- und  Gefäßkrankheiten
  • BNP:  wird bei Überlastung des Herzens freigesetzt, erhöhte Werte können auf Herzschwäche hindeuten
  • CRP: ein Marker für stille oder chronische Entzündungen
  • Lipoprotein A: ein Wert der auf ein ererbtes Gefäßrisiko wie Infarkt oder Schlaganfall hinweist
  • Hochmoderne Laboruntersuchungen von Biomarkern, Telomeren und Immunwerten möglich, die das tatsächliche Lebensalter unserer Organe und des Immunsystems widerspiegeln. Dieses Immunsystem schützt uns rund um die Uhr vor Viren, Bakterien und möglichen Krebszellen.

Diese Spezialuntersuchungen im Rahmen einer privatärztlichen Vorsorgeuntersuchung sind aufwendig und teuer. Sie werden oftmals von den gesetzlichen Krankenkassen sowie ggf. auch den privaten Krankenversicherungen nicht übernommen und in den meisten Fällen daher selbst zu bezahlen. Ich berate Sie im Rahmen einer privatärztlichen Konsultation gerne, welche Untersuchungen in Ihrem Fall sinnvoll erscheinen.

 

Weitere (mögliche) Untersuchungen im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung (Auszug):

  • Das Elektrokardiogramm (EKG) gibt Aufschluss über manifeste Durchblutungsstörungen, aktuelle oder frühere Infarkte, Herzrhythmusstörungen.
  • Im Belastungs-EKG zeigen sich Störungen der Herzmuskeldurchblutung unter Belastung.
  • Das Langzeit-EKG gibt Aufschluss über intermittierende Herzrhythmusstörungen oder Durchblutungsstörungen.
  • In der Sonografie des Bauches sind Leber, Gallenblase, Nieren, Milz, Bauchschlagader, Bauchspeicheldrüse und Harnblase einsehbar und es lassen sich krankhafte Veränderungen zumeist ausschließen.
  • Sonografische Darstellungen der Halsschlagadern ergeben Aufschluss über Kalkablagerungen, welche zum Gefäßverschluss führen können.
  • Die arterielle Durchblutungsmessung der Beine/ Füße zeigt auf ob in den arteriellen Gefäßen Verengungen (Stenosen) vorliegen.
  • Die spirometrische Untersuchung wird mit Ein-/Ausatmungsübungen durchgeführt. Diese zeigen die Luftvolumina der Lunge an bzw. ob eine Verlegung der Bronchien vorliegt.

 

Spezielle Untersuchungen in Facharztpraxen (Auszug):

  • Bei endoskopischen Untersuchungen werden die Organe durch einen optischen Fieberglasschlauch, der auch Behandlungskanäle hat, dargestellt. Diese Methode wird zur Darstellung der Speiseröhre, des Magens sowie des Zwölffingerdarmes angewandt. Ebenso zur Darstellung des Dickdarmes bis zur Einmündung des Dünndarmes.
  • Die Endoskopie des oberen Verdauungstraktes, also Speiseröhre und Magen (Gastroskopie) wird in der Regel durchgeführt, wenn Beschwerden bestehen oder gehäuft familiäre Probleme auftraten.
  • Die Endoskopie des Dickdarmes (Koloskopie) sollte spätestens in den 50er Jahren als Vorsorge durchgeführt werden. Beim Vorliegen von Polypen sollte eine Kontrolle alle 3-5 Jahre, ansonsten alle 10 Jahre stattfinden.
  • Röntgenkontrollen verletzter oder schmerzender Gelenke/ Knochen müssen immer bei akuten Beschwerden oder persistierender Beschwerden durchgeführt werden.
  • Röntgenkontrollen der Lunge sollten bei Rauchern mindestens alle 5 Jahre, bei Nichtraucher alle 10 Jahre durchgeführt werden. Seit 2024 wird bei starken Rauchern eine Kontrolle der Lungen per CT empfohlen.
  • Frauen sollten unbedingt an den angebotenen Vorsorgeuntersuchungen der Brust teilnehmen. Mammografien sind auch außerhalb der Routineuntersuchungen dann zu empfehlen, wenn bei direkten Verwandten vermehrt Probleme und Karzinome aufgetreten sind.
  • Sollten Röntgenuntersuchungen von Gelenken und Wirbelsäule bei entsprechender Beschwerdesymptomatik unzureichend sein, muss eine Kernspintomografie (Magnet Resonanz Tomografie = MRT) oder Computertomografie  (CT) durchgeführt werden. Letztere Untersuchung benötigt mehr Strahlung,  deshalb wird das MRT bevorzugt. Bei noch liegenden Metallen in Gelenken/Knochen kann das MRT wegen störender Reflexe nicht angewandt werden.
  • Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen wird ein schwach radioaktives, rasch zerfallendes Nukleotid gespritzt, das sich in speziellen Organen, z.B. der Schilddrüse anreichert und hilft zwischen warmen und kalten Knoten zu unterscheiden. Letztere können Ausdruck eines Tumors sein.
  • Bei der Knochenszintigrafie stellen sich Frakturen (auch alte), Knochen- oder Gelenksentzündungen sowie Knochentumore dar.